Operation steht an: Wie man sich am besten vorbereitet

Operationen sind für die meisten Menschen zum Glück nicht alltäglich, deswegen ist eine gute Vorbereitung für die meisten Patienten sehr wichtig.

Die Vorbereitung auf eine Operation soll helfen, sich wirklich sicher zu fühlen in der fremden Krankenhausumgebung, den Ärzten vertrauen zu können, auch wenn man ihre Arbeit nicht wirklich nachvollziehen kann und sich hundertprozentig aufgeklärt zu auf den OP-Tisch zu legen.

Im besten Fall hat man mehrere Wochen vor einer anstehenden Operation noch die Zeit, um sich gemeinsam mit dem Arzt seines Vertrauens darauf vorbereiten zu können. Schon in dieser Zeit kann man die wichtigsten Vorbereitungen  treffen, um sich und seinen Körper auf die OP einzustellen.

Gespräche mit Hausarzt und Klinikarzt

Gespräche mit Ihrem Hausarzt und mit dem zuständigen Klinikarzt sind wohl die wichtigste Vorbereitung für eine Operation. Sie dienen beiden Parteien, um sich gegenseitig über alle wichtigen Aspekte zu informieren. So will der Patient natürlich alles über den Verlauf der Operation, mögliche Komplikationen und Risiken erfahren.

Gespräche mit dem Hausarzt und dem zuständigen Klinikarzt sind die wichtigste Vorbereitung für eine Operation.Gespräche mit dem Hausarzt und dem zuständigen Klinikarzt sind die wichtigste Vorbereitung für eine Operation. Bild: fotolia.com © contrastwerkstatt (#122132742)

Damit der operierende Arzt die Umstände richtig einschätzen kann, ist es wichtig für ihn, alle erforderlichen Informationen vom Patienten zu erhalten. Deshalb bietet es sich an, als erstes ein Gespräch mit dem Hausarzt zu führen, der einen als Patienten und der den Krankheitsverlauf schon länger kennt. So kann er eine Patientenakte vorbereiten mit den aktuellen Laborwerten, dem Krankheitsverlauf und seiner Einschätzung von möglichen Operationsrisiken für den zuständigen Chirurgen und Anästhesisten.

Diese beiden haben daneben natürlich auch die Möglichkeit, den Patienten persönlich kennenzulernen und sich ein Bild von ihm zu machen. Für sie ist es ebenfalls wichtig zu wissen, welche Erkrankungen oder Allergien der Patient hat, sowie ob Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder andere Präparate regelmäßig eingenommen werden. In bestimmten Fällen müssen diese teilweise abgesetzt werden, deswegen sollte das Vorgespräch so früh wie möglich stattfinden. Manchmal ergeben sich daraus auch noch weitere Untersuchungen, die nötig sind, um Operationsrisiken zu verringern. Des Weiteren können Ärzte den Lebensstil des Patienten erfragen und wichtige Hinweise geben, ob dieser vor der Operation geändert werden sollte.

Ist der eigene Lebensstil operationstauglich?

Gerade hier können die Patienten viel selber tun, um sich und ihren Körper optimal auf die Belastung durch eine Operation vorzubereiten. Ernährung, Bewegung und Gewohnheiten wie z.B. das Rauchen oder der Alkoholkonsum spielen dabei eine wichtige Rolle.

Jeder Arzt wird seine Patienten darauf hinweisen, vier bis acht Wochen vor und auch nach der OP nicht zu rauchen. Verschiedene Studien belegen, dass die Rate der Komplikationen damit bereits um 20 bis 40 Prozent sinkt. Verschiedene Risiken hängen mit dem Rauchen und Nikotinkonsum zusammen, zum Beispiel eine stärkere Narbenbildung, verzögerte Wundheilung oder Thrombosen. Und gerade wenn es sich um plastisch-ästhetische Operationen handelt, kann Tabakkonsum einige unschöne Nebenwirkungen mit sich bringen.

Langjähriges Rauchen beschleunigt das Erschlaffen der Haut und kann sich somit negativ auf das Ergebnis einer Schönheits-OP auswirken, besonders bei Brust-OPs.

Neben dem Verzicht auf Tabakkonsum ist es wichtig, seinen Körper vor einem operativen Eingriff besonders fit zu halten. Ausreichende Bewegung und eine gesunde Ernährung erhalten in dieser Situation noch einmal einen besonderen Stellenwert.

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