Yoga gegen Bluthochdruck

Yoga gegen Bluthochdruck

Bereits 2013 wurde eine US-amerikanische Studie vorgestellt, die belegte, dass regelmäßige Yogaeinheiten den Blutdruck senken können. Meditation, Atemtechniken und Yogaübungen sind die perfekten Begleiter während einer medikamentösen Therapie. Doch für Bluthochdruck-Patientinnen und Patienten gilt es genau zu beachten, was und wie sie üben.

Was ist eine arterielle Hypertonie?

Der Blutdruck ist eine der wesentlichen Körperfunktionen und wird mithilfe zweier Zahlen gemessen. Der systolische Wert beschreibt, welcher Blutdruck im arteriellen Gefäßsystem herrscht, während das Herz pumpt. Der diastolische Wert steht für den Blutdruck zwischen den Herzschlägen. Bei einem vollkommen gesunden Menschen gilt der Blutdruck von 120/80 als ideal.

Sind die Werte chronisch stark erhöht, spricht man von einer arteriellen Hypertonie. Dies ist ab einem Wert von über 140/90 der Fall. Eine arterielle Hypertonie schließt kurzzeitige Erhöhungen des Blutdrucks aufgrund von Erkrankungen, Medikamenten, körperlicher Anstrengung oder Schwangerschaft nicht mit ein.

Ursachen, Symptome und Folgen

Die Ursachen für Bluthochdruck sind vielfältig. Blockaden in den Arteriolen können zu chronische erhöhtem Blutdruck führen, aber auch Störungen des Hormonsystems, des Herz-Kreislaufsystems und Nierenschäden können die Auslöser sein.
Aber auch dauerhafter Stress gehört zu den Ursachen! Denn wenn der Körper gestresst ist, schüttet er Stresshormone aus, woraufhin das Herz mit mehr Druck und schneller pumpt. Geschieht dies dauerhaft und ohne Erholungspausen, kann das zu chronischem Bluthochdruck führen.

Die Symptome sind meistens recht unspezifisch. Typische Symptome können beispielsweise Schwindel, am Morgen auftretende Kopfschmerzen, unbegründete Erschöpfung, Ohrensausen oder Schlaflosigkeit sein. Auch häufigeres Urinieren, eine Veränderung des Durstgefühls und Schweißneigung können Symptome von chronischem Bluthochdruck sein.
Eine arterielle Hypertonie kann unter anderem zu Arterienverkalkungen, Herzinfarkten, Herzversagen, Nierenschäden und zu einer allgemeinen Schwächung des Herz-Kreislaufsystems führen. Deswegen ist es wichtig, diesem Krankheitsbild mit einer medikamentösen Therapie und zusätzlichen alternativen Methoden zu begegnen.

Wie kann Yoga helfen?

Weil eine arterielle Hypertonie oft das gesamte Herz-Kreislaufsystem schwächt, ist regelmäßige Bewegung unerlässlich. Sanfte körperliche Tätigkeiten regulieren den Blutdruck nachhaltig. Yoga allein kann bezüglich auf Ihren Blutdruck zwar keine Wunder vollbringen, aber in Kombination mit einer Therapie mit Medikamenten kann sanfter Yoga die natürliche Regulation des Blutdrucks unterstützen.

Zum Yoga gehören nicht nur die körperlichen Übungen (Asanas genannt), sondern auch Meditations-, Atem- und Entspannungsübungen. Diese Kombination aus verschiedenen Übungen beruhigt Ihren Körper und Ihren Geist und sorgt so für eine ganzheitliche Entspannung.

Durch die Gelassenheit und innere Ruhe, die Sie beim Yoga erfahren, können Sie besser mit Stress umgehen, wodurch Ihr Körper weniger Stresshormone ausschüttet. Auch der Herzschlag beruhigt sich während der Konzentration auf die körperlichen Haltungen und auf die Atmung.

Indem Sie lernen, Ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren, lernen Sie Ihren Körper besser kennen und Sie können schneller erkennen, was Ihr Körper braucht. So sind Sie in der Lage, schneller auf dessen Bedürfnisse zu reagieren und sich im stressigen Alltag mehr Ruhepausen und Tiefenentspannungen zu gönnen.

Was Bluthochdruck-Patienten beim Yoga beachten müssen

  • Praktizieren Sie Yoga nur unter professioneller Aufsicht, damit die Übungen an Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst werden können.
  • Üben Sie einen ruhigen und meditativen Yoga Stil, da diese sanften Richtungen beruhigend wirken
  • Üben Sie regelmäßig! Am besten täglich mindestens 15 Minuten.
  • Vermeiden Sie Umkehrhaltungen! Übungen, bei denen das Herz höher liegt als der Kopf, erhöht sich der Blutdruck und genau das wollen Sie ja vermeiden.
  • Führen Sie keine Atemtechniken aus, bei denen Sie die Luft anhalten müssen.
  • Achten Sie auf Ihren Körper! Akzeptieren Sie dessen Grenzen und gönnen Sie ihm Pausen.
  • Vergleichen Sie sich nicht mit anderen Yogis und Yoginis. Es geht beim Yoga nicht um Leistung, sondern nur um Sie selbst und Ihren eigenen Fortschritt.

Fazit

Wegen seiner entspannenden Wirkung ist Yoga eine wunderbare alternative Therapie bei chronischem Bluthochdruck. Wenn Sie Yoga zusätzlich zur medikamentösen Behandlung in Ihren Alltag integrieren, kann das dabei helfen, Ihren gesamten Lebensstil zu ändern und bewusster zu leben. So können Sie Ihren Körper besser einschätzen und schonen, wenn es nötig ist.

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